Shiatsu ist tief mit der traditionellen östlichen Medizin (1) verwurzelt.
Vor ca. 530 n. Chr. entwickelte Boddidharma (2) ein Übungssystem, das „Tao Yin“, ein Übungssystem das aus verschiedenen Druckpunkt- und Massagetechniken bestand. Dieses Übungssystem verbreitete sich rasch in Südostasien und Korea.
Als ca. 600 n. Chr. die chinesische Medizin und der Buddhismus (3) nach Japan Einzug hielt, verband sich das „Tao Yin“ - Übungssystem mit der in Japan bekannte „Anma-Vibrationsmassage“ zu einem System das entfernt an die heutige Shiatsu Technik erinnert. Danach vergingen Jahre des Verfeinerns dieser Technik.
Der japanische Fingerdrückmeister Tokujiro Namiokoshi gründete 1925 auf Hokaido ein Institut für Shiatsu Therapie.
Dr. Shitsuto Massunaga, der Begründer des Iokai Shiatsu Centre, führte medizinische und philosophische Prinzipien der östlichen Medizin in die Shiatsu Lehre ein und schuf die Form des „Meridian Shiatsu“.Er dehnte die klassischen Meridiane der trad. chin. Medizin auf den ganzen Körper aus. Er verbindete außerdem mit der „zwei Hände Technik“ den Yin und Yang Aspekt einer Behandlung.
Erst in den siebziger Jahren breitete sich Shiatsu in Europa aus.
Wir, Karin Glassl und Georg Vetchy studierten Shiatsu bei Tomas Nelissen in Wien.
Tomas Nelissen der viereinhalb Jahre in Japan Shiatsu studierte und Shitsuto Massunaga und Kazunori Sasaki bei Shiatsu Kursen für ausländische Studenten unterstützte, lehrte uns den Hara Shiatsu Stil. Ein Stil bei dem alle Bewegungen aus dem Hara (oder auch Dantien = Körpermitte, Unterbauch, unteres Energiezentrum) heraus erfolgen und so die Effizienz einer Behandlung verstärken.
(1) Traditionelle östliche Medizin:
Ist eine Medizin die aus jahrtausend langer Erfahrung hervorgegangen ist. Eine Medizin die sich mit der Ganzheit auseinander setzt, in der der Mensch nicht isoliert betrachtet wird, sondern immer als Teil aller Naturphänomene gesehen wird.
Das wohl berühmteste und einflussreichste Werk ist das „Nei King“ der Klassiker der chinesischen Medizin das nach Überlieferung ca. 2800 v. Chr. Vom Kaiser Hoang Ti und seinen sechs Ratgebern geschrieben wurde. Ein Werk das heute noch Gültigkeit besitzt.
(2) Bodhidharma 526 n. Chr.:
Einer Legende zufolge Lehrt Bodhidharma (chin. Da Mo), ein indischer Mönch, die Ordensleute des Shaolin Tempels einen neuen Weg der Erleuchtung, das chan (japanisch zen), sowie die Kunst der Selbstverteidigung - um ihre spirituelle Entwicklung durch körperliche Ertüchtigung zu unterstützen. Später entsteht daraus das bis heute berühmte Shaolin-Kung-Fu.
(3) Buddhismus 563 v. Chr. :In diesem Jahr - so eine verbreitete Überlieferung - wird Prinz Siddharta Gautama, der Begründer des Buddhismus, in Lumbini im äußersten Süden des heutigen Nepal geboren. Fast drei Jahrzehnte lebt Siddharta in Sorglosigkeit. Erst mit 29 Jahren wird er - einer späteren Legende zufolge - auf seinen "Vier Ausfahrten" mit dem menschlichen Leid (Alter, Krankheit, Tod) konfrontiert und sieht zum ersten Mal einen Asketen. Tief beeindruckt verlässt er den väterlichen Hof und lebt fortan in asketischer Armut, um so das Leid zu überwinden und Erlösung zu finden. Doch als er dies nach sechs Jahren noch nicht erreicht hat, entscheidet er sich für einen „mittleren Weg“ zwischen völliger Askese und Wohlleben und wendet sich verstärkt der Meditation zu. Mit 35 Jahren gelangt er schließlich ans Ende seiner spirituellen Suche: zur Erleuchtung, einem Zustand der Vollkommenheit des Geistes, der Weisheit und des Mitgefühls mit allen Lebewesen. Damit hat er das samsara, den unfreiwilligen Kreislauf von Leben und Tod, überwunden. Kurze Zeit später entwickelt Buddha, wie Siddharta Gautama bald genannt wird, eine Lehre, deren Kern die „Vier edlen Wahrheiten“ sind. Siddharta Gautama starb im Jahr 483 v. Chr.
DANTIEN, Shiatsu- und Gesundheitspraxis
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